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Irgendwann klingt gut.

26. November 2011

Irgendwann sollte man die mal wieder sortieren.
Ich wühle im Socken-Wäschekorb.
Was ein Socken-Wäschekorb ist? Nun, ein Wäschekorb, der randvoll mit einzelnen Socken ist. Weil kein Familienmitglied besonders Lust hat, sich durch den Berg zu kämpfen. Mein Vater fischt sich seine Socken meist alle auf einmal aus dem Korb (aber er hat es auch leicht, schließlich hat er die größten Füße und damit auch die größten Socken!), meine Schwester, Herr Sohn und ich wühlen dann morgens immer hektisch im Korb herum. (Herr Sohn wühlt aus Spaß mit.)

In meiner Hand halte ich eine weiße Socke mit gelben Blümchen, eine lavendelfarbene mit weißen Streifen und eine ganz normale schwarze. Und suche das Gegenstück.
Irgendwann nehme ich mir wirklich Zeit, den blöden Korb mal zu sortieren!
Und dann lasse ich es nie wieder so …. HA! Das ist ja die zweite Lavendelsocke!

Siegreich ziehe ich davon.

Irgendwann klingt doch eh gut, oder?

Baden mit Kind (warum ich mir das niemals wieder antue)

24. November 2011

Ich schnuppere an den Haaren des Herrn Sohn.
Mmmh, Kantinegeruch. Übersetzt heißt das: Kind, du gehörst in die Badewanne gesteckt! (und ich sollte dir endlich beibringen, dass du deine Hände nicht am Wuschelkopf abwischen sollst)

Da das Kind von dem Gedanken jedoch nicht sonderlich überzeugt scheint, biete ich ihm an, dass ich mitmache. Schon wird mir ein fröhliches „Okiii“ entgegengeschmettert.
Nun gut!
Also die Ikea-Kroko-Anti-Rutsch-Matte in die grroße Badewanne legen. Hmm, halt! Die ist ja ziemlich staubig. (wie ist das denn schon wieder passiert, ich hab‘ die doch erst gesäubert?!)
Also wird zuerst die Badewanne von mir ausgewischt und DANN die Kroko-Matte („GOGODIIIE!!!“) hineingelegt. Alles ja noch nicht so viel Aufwand.

Ich lasse also endlich Wasser ein (dass das Kind eigentlich auch bald ins Bett sollte übersehe ich geflissentlich) und unterhalte mich mit dem Herrn Sohn darüber, dass der Duplo-Bagger mit in die Wanne darf, der aus Holz jedoch nicht. Der saugt sich sonst nämlich wieder mit wasser voll, das Holz quillt auf und er kann die Schaufel nicht mehr bewegen. Kind nickt, scheint meine Warnungen jedoch nicht besonders ernst zu nehmen.

Da ich befürchte, dass uns kalt wird, drehe ich schon vorsorglich den Heizstrahler an.
Und wir warten. Und warten. Und warten. (Dauert es echt immer so lang, bis die Badewanne voll ist?)

Nach endlosen Minuten (die Bettgehzeit verschiebt sich heute wohl ordentlich) klettere ich mutig ins warme Wasser, Herr Sohn wirft währenddessen schon den Duplo-Bagger hinein.
Ich hieve den 15-kg-Mann zu mir ins Wasser. Und – GNAAAAH! – den Holzbagger. „Batsch“, kommentiert der Sohn das Geräusch des untergehenden pädagogisch wertvollen Spielzeugs…

Das Ding wird von mir wieder herausgefischt und „an Land“ zum trocknen gestellt, Herr Sohn grinst frech. Ich seufze.
Na ja, wenigstens soll Baden bei Erkältungen doch irgendwie gut tun. Herr Sohn werkelt mit seinem Badespielzeug und dem Bagger herum, ich versuche mich nicht auf das Jucken an den Beinen zu konzentrieren. Jeden winter das selbe Spiel – meine Beine jucken. Und wie! Das Wasser macht das ganze irgendwie sogar schlimmer. Unauffällig kratze ich mich also. Hilft nicht! Also schiele ich nach dem Bagger des Sohnes.
Wäre bestimmt total angenehm, sich kurz mit der Baggerschaufel zu kratzen…

Gedacht, getan, ich entführe kurz die Schaufel. Hilft auch nicht. Argh.
Der Sohn fordert sie außerdem prompt zurück.

Ich versuche also weiterhin nicht daran zu denken, dass der Juckreiz unerträglich ist, und konzentriere mich stattdessen darauf, dass mir inzwischen ziemlich heiß ist. Und meine Nase läuft. Immerhin, ich kann wieder durch die Nase atmen! Also hilft Baden bei Erkältung wirklich, cool. Nur blöd, dass ich jetzt den Wunsch nach einem Taschentuch entwickle.

Sehnsüchtig spähe ich zum Waschtisch, wo ein eben solches liegt. Aber ich weiß ja, dass der Herr Sohn sofort „auuuuuuuuuuuuchhhh!“ aus der Wanne steigen wird wollen, sobald ich mich erhebe.
Andererseits wird die laufende Nase immer unangenehmer!

Schnell stehe ich auf. „Maus, bleib im Wasser, Mami holt sich nur schnell ein Taschentuch!“
Das halbe Badezimmer überflutend husche ich also die zwei Schritte zum Waschtisch und möchte mir genüsslich die Nase putzen, das „AUUUUUUUUUUUUUUUUUCHHHHHHHH!“-Gekreische des Sohns ausblendend.
Kaum fasse ich das Papiertüchlein ein ist es pitschnass – klar, ich komme ja auch gerade aus der Badewanne – aber lästig ist das doch. Erneut seufze ich.
So macht Nase putzen keinen Spaß!

Eilig klettere ich zurück zum Sohn. „Schau, ich bin ja schon wieder da. Ich geh‘ ja eh nicht weg.“
Sohn bespielt zufrieden weiter sein Spielzeug, ich leider unter der Hitze. Bei einem kurzen Kontrollblick stelle ich fest, dass auch dem Mini Schweißperlen auf der Stirn stehen.

Erneut also aus der Badewanne raus, die andere Hälfte das Badezimmers überflutet und den Heizstrahler abgedreht. (Schlafenszeit +20 Minuten)
Herr Sohn ist unterdessen der Meinung, das wir langsam „fertiiii“(g) sind.

Leider gibt es aber noch immer die…. duftenden… Haare!

„Maus, wir müssen noch Haare waschen!“ – „NAIN!“

(Die Details lasse ich nun weg, sie bestehen hauptsächlich aus „nainnain fertiiii naaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaiiiiiiiiiiin fertiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii“ und einem komlpett nassen Kind. Und einer komplett nassen Mama.)

Erschöpft verlassen wir das Badezimmer und gehen schlafen.

Für mich war das kein entspannendes Erkältungsbad, denke ich mir.

Herr Sohn hingegen singt fröhlich „baaaaaaaaaaaaden baaaaaden BAAAAAAAAAAADEN!“.

:)

Stolz

2. November 2011

Eigentlich sollte ich nicht stolz auf den Herrn Sohn sein. Also auf seine Erfolge. Denn es sind eben seine Erfolge, nicht meine.

Aber trotzdem geht mir das Herz über vor Stolz, wenn er seinen Becher umwirft („BAAAATZT!“ – gepatzt) und sich selbstständig Servietten organisiert, um die „Sauerei“ (zum Glück war es nur Wasser) zu beseitigen. Mit ernstem Gesichtsausdruck wird also die Lacke weggewischt, danach wischt er auch noch über sein Shirt, da auf dem auch Flecken zu sehen sind, und legt nach erledigtem Werk die Servietten zurück auf den Tisch.

Und ich bin so stolz auf den selbstständigen Kerl, dass ich fast heulen könnte.

Frischluftfanatiker. (das Kind, nicht ich. Brr.)

24. Oktober 2011

(er putzt sich übrigens die Hände mit Küchenrolle ab. Schließlich muss man auch draußen darauf achten, dass man schön sauber ist, nicht wahr? ;) )

20 Monate

22. Oktober 2011

wird der Herr Sohn in zwei Tagen alt.

Ich liebe dieses Alter!
Er redet ununterbrochen – zwar noch keine Sätze, aber das wird schon noch. Sein Vokabular erweitert sich über Nacht. Plötzlich sagt er biene, einfach so, ohne dass ich es ihm gerade vorgesag hätte.
Bilderbücher sind noch immer der Hit – auch wenn natürlich das Kind bestimmt, über welche Abbildung wir reden ;)
Besonders toll finde ich, dass der Mini auch schon „alleine“ spielen kann – er setzt sich manchmal einfach mit einem Buch in eine Ecke (er liebt Ecken!) und blättert minutenlang selig darin.
Autos stehen derzeit auch hoch im Kurs. Auch wenn der Herr Sohn so wild damit spielt, dass sie viele auas bekommen und bogok (kaputt – irgendeine Tür oder so bei den Duploautos abgefallen ;) ) sind.
Herr Sohn liebt gokodiiies (Krokodile), disosaus (Dinosaurier – er hat zwei Duplo-Saurier, eine mama und ein beebiee – derzeit liebt er überhaupt Mama/Baby-Beziehungen. Auch große Autos sind die Mamas von den kleinen. Und klein wird überhaupt als beebiee bezeichnet), lalala (Elmo-Plüschtier), shiashu (Giraffen – in Österreich sagen wir Schiraffe ;) ) und minnies (sein Papa hat eine Schildkröte namens Minnie). Alle Hund heißen übrigens nitti (unser Hund heißt Niki).
Seit neuestem wurde der Herr Sohn auch zum „Puppenpapa“ . Allerdings werden eher Stofftiere als die Puppe bemuttert (war bei mir als Kind auch so). Die Tiere werden nenni (türk. schlafen) gelegt, bekommen mamam (türk. Essen), erhalten düt aus der Brust des Sohnes (raten Sie! ;) ), Elmo bekommt einen alten Schnuller in den Mund gestopft (Herr Sohn nimmt schon lange keine Schnuller mehr), haben gagaaa und bekommen deswegen eine neue beß (türk. bez – Windel)
Das Kind lässt sich brav die Zähne putzen, weint beim Haare waschen, futtert wie ein Mähdrescher – es ist toll.

 

Ich bin so glücklich. Kein anderes Wesen könnte mich auch nur annähernd so glücklich machen wie dieses Kind.

Schulisches

18. September 2011

Ich habe es übrigens in die achte Klasse geschafft. (die beiden Wiederholungsprüfungen liefen zwar nicht sehr ruhmreich ab, aber da meine Lehrer mein Potential erkannten, ließen sie mich durch. Oder so. Schriftlich habe ich jedenfalls bei beiden Prüfungen solide Vierer geschrieben, also wird das schon passen. Gut für’s Ego war das halt nicht wirklich.)

Mit etwas Glück (und wahrscheinlich ziemlich viel Fleiß…) mache ich also im Mai/Juni meinen Schulabschluss.
Blöd, dass zwei Lehrer, bei denen ich antreten möchte, krank sind. Und das für mindestens drei Wochen.
Ist großartig, weil meine Spezialgebiete abgesprochen sein müssen (und ich in dem einen Fach auch noch eine Prüfung über den Stoff der fünften Klasse ablegen müsste…).

Der Schulalltag ist jedenfalls wieder da.
Ein bisschen muss ich mich noch einfinden, aber das wird schon. Nur doof, dass der Herr Sohn und ich jetzt noch weniger Zeit füreinander haben…
Aber auch das werde ich noch irgendwie in den Griff bekomen.

9. September 2011

Wenn das Kindlein nach dem Genuss von Gemüsesuppe eeeewig nach selbiger riecht… Dann könnte ich es verspeisen. Aber nicht nur dann. ♥